„Eishackler“
der Tradition verpflichtet
Der
Einzug ins Finale zur Bayerischen Meisterschaft ist angesichts der
bescheidenen Mittel wenn auch nicht der größte Coup
der mittlerweile 53jährigen Vereinsgeschichte, so doch
sicherlich einer der sensationellsten Erfolge. Nach der Gründung
der Sparte im Jahre 1956 dauerte es bis in die Saison 1969/70, als
mit der Erringung der bayerischen Natureismeisterschaft sowie
dem gleichzeitigen Bau des Kunsteisstadions die Voraussetzungen
für höherklassiges Eishockey in der Marktgemeinde
geschaffen wurden. 33 Jahre blieb der TSV Peißenberg anschließend
ununterbrochen im DEB-Bereich und erzielte in dieser Zeit
beachtliche Erfolge, wie etwa in der Saison 1977/78 den Titel
des bayerischen Oberligameisters. Zudem nahmen die „Eishackler“
1984 sowie 1985 und nochmals 1989 an der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga
teil. Schon damals rekrutierten sich die Kader nahezu ausschließlich
aus Peißenbergers Spielern.
Der Aufstieg in diese Liga bot sich schließlich – rechtzeitig
zum Bau der Eishalle – 1990. Doch der Ausflug in die
zweithöchste Liga in der Saison 1991/92 - sicherlich der größte
Erfolg der Vereinsgeschichte - währte allerdings nur
ein Jahr. Durch eine Ligenumstrukturierung trat der Verein wieder
die Rückkehr in die Oberliga an. 2002 folgte schließlich
der freiwillige, aber vernünftige Rückzug aus dem DEB-Bereich.
Ein zweimaliger Aufstieg bescherte den jetzigen „Eishacklern“
der jüngeren Geschichte eine grandiose Erfolgsgeschichte,
an dessen vorläufigem Ende nun dank kontinuierlicher Arbeit,
der Finaleinzug steht. Seit dem Bayernligaaufstieg 2004 belegte
Peißenberg zuletzt zweimal in Folge Platz drei.
Dabei haben „Eishackler“-Chef Rudi Mach und sein Vorstandsteam
konsequent die von Beginn an ausgegebene Devise, mit möglichst
vielen im eigenen Nachwuchs ausgebildeten Spielern in der höchsten
Liga Bayerns für Furore zu sorgen, konsequent verfolgt. So
jagen im aktuellen Kader nicht weniger als 70% „echte“
Peißenberger dem Puck hinterher. Der Rest kommt aus der unmittelbaren
Region. Lediglich drei Spieler haben einen längeren Anfahrtsweg
als 25 km. Und wenn’s nach Rudi Mach geht, so soll sein
„Peißenberger Modell“ auch weiterhin den Charakter
des Teams bestimmen und damit der Tradition verpflichtet sein.
Werner
Wiedemann-Mozart
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